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Vertreter des Rates und des Europäischen Parlaments haben entschieden: Die Mainmetropole konnte sich bei der Abstimmung am 22. Februar 2024 unter den 9 Bewerbern durchsetzen und agiert künftig als Schaltzentrale zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung in der EU.

Die Hauptaufgabe der „anti-money laundering authority“ (kurz AMLA) ist die Überwachung risikoreicher Kredit- und Finanzinstitute in Europa, einschließlich Anbietern von Krypto-Dienstleistungen. Hierfür soll AMLA sämtliche Informationen nationaler Meldestellen und Aufsichtsbehörden zusammenführen und die Zusammenarbeit koordinieren, um insbesondere die Ausbreitung grenzüberschreitender Finanzkriminalität zu verhindern. Darüber hinaus sind auch Händler von Luxusgütern (z.B. Jachten, Edelsteine, Luxusautos, Kunstwerke) sowie Akteure der Sportwirtschaft (Profifußballvereine, Sportleragenturen) im Fokus der neuen Administration. Bei schweren Verstößen ist AMLA zudem befugt, Geldbußen zu verhängen und weitere Maßnahmen zu erlassen.

Mehr als 400 Mitarbeiter sollen bei der geplanten Eröffnung bis Mitte 2025 in Frankfurt ihre Arbeit aufnehmen. Finanzielle Hilfen über 10 Millionen Euro vom Bund, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt sollen die Ansiedlung zusätzlich unterstützen.

 

Quellen: DIHK, Europäischer Rat