Wer neue Beschaffungsmärkte erschließen möchte, braucht passende Lieferanten und verlässliche Kontakte. Das Import Promotion Desk (IPD) unterstützt Unternehmen in Deutschland und Europa dabei, zusätzliche Bezugsquellen in ausgewählten Entwicklungs- und Schwellenländern zu finden. Importeure können die Kontaktvermittlung neutral und kostenfrei nutzen.

Was ist das Import Promotion Desk?

Seit 2012 verbindet das IPD die Suche europäischer Unternehmen nach neuen Geschäftspartnern mit der Exportförderung in seinen Partnerländern. Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es unterstützt dort kleinere und mittlere Betriebe dabei, sich auf den europäischen Markt vorzubereiten und langfristige Handelsbeziehungen aufzubauen. Für Importeure eröffnet dies Zugang zu zusätzlichen Lieferanten für Produktion und Handel.

Welche Produkte und Beschaffungsmärkte stehen zur Auswahl?

Das Angebot umfasst verschiedene Warenbereiche. Je nach gesuchtem Produkt kommen unterschiedliche Herkunftsländer und Lieferanten infrage:

  • Obst und Gemüse: Die Auswahl reicht von Avocados und Mangos über Süßkartoffeln bis zu frischen Kräutern. Die IPD-Website nennt beispielsweise Ghana als Bezugsquelle für Passionsfrüchte, Peru für Ingwer und Ägypten für Süßkartoffeln.
  • Natürliche Zutaten: Vermittelt werden Anbieter von Inhaltsstoffen für Lebensmittel, Kosmetik und pharmazeutische Anwendungen. Zum Sortiment gehören etwa Gewürze, Pflanzenöle, Extrakte, Nüsse sowie Kaffee- und Kakaoerzeugnisse.
  • Fisch und Meeresfrüchte: In diesem Bereich arbeitet das IPD mit Unternehmen aus Peru, Südafrika und Indonesien. Bei der Auswahl berücksichtigt es unter anderem Nachhaltigkeitszertifizierungen oder die Beteiligung an Verbesserungsprojekten für Fischerei und Aquakultur.
  • Holzprodukte: Die Website stellt beispielsweise Bezugsquellen für Bambus und Teak aus Kolumbien und Ecuador sowie für leichte Holzarten aus Indonesien vor.
  • Schnittblumen: Kontakte bestehen zu Produzenten in Ecuador, Kenia, Kolumbien und Südafrika. Deren Angebot umfasst unter anderem Rosen, Hortensien und Nelken.

Über den Warenhandel hinaus unterstützt das IPD auch die Suche nach Geschäftspartnern für nachhaltige Reiseangebote sowie digitale Dienstleistungen und Produkte.

Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit?

Bei der Auswahl und Begleitung der Unternehmen berücksichtigt das IPD auch ökologische und soziale Aspekte sowie verantwortungsvolle Unternehmensführung. Dazu zählen beispielsweise der Umgang mit Wasser und Energie oder die Arbeitsbedingungen vor Ort. Unternehmen im Programm erhalten Unterstützung dabei, entsprechende Maßnahmen weiterzuentwickeln. Schulungen vermitteln außerdem Wissen über Nachhaltigkeitsstandards und unternehmerische Sorgfaltsprozesse.

Welche Partnerländer gehören zum IPD-Netzwerk?

Die offizielle Website führt derzeit 21 Partnerländer auf: Ägypten, Äthiopien, Brasilien, Côte d’Ivoire, Ecuador, Ghana, Indonesien, Kambodscha, Kenia, Kolumbien, Madagaskar, Marokko, Nepal, Peru, Senegal, Sri Lanka, Südafrika, Tansania, Tunesien, die Ukraine und Usbekistan.

Wie unterstützt das IPD bei der Lieferantensuche?

Die Kontaktvermittlung baut auf einem mehrstufigen Auswahl- und Vorbereitungsprozess auf:

  1. Geeignete Unternehmen identifizieren: Gemeinsam mit Organisationen in den Partnerländern sucht das IPD nach potenziellen Lieferanten. Betriebsbesuche und eigene Auswahlkriterien bilden die Grundlage für die Aufnahme in das Programm.
  2. Leistungsfähigkeit bewerten: Das Team betrachtet unter anderem die Qualität des Angebots, die Eignung für den Export, verfügbare Kapazitäten und relevante Zertifizierungen. Beratung und Schulungen bereiten die Unternehmen auf europäische Marktanforderungen vor.
  3. Geschäftskontakte herstellen: Importeure lernen die ausgewählten Anbieter auf europäischen Fachmessen oder bei virtuellen Geschäftstreffen kennen. Zusätzlich organisiert das IPD Beschaffungsreisen, auf denen Einkäufer Einblicke in die Betriebe und Produktionsbedingungen erhalten können.

Sie möchten neue Lieferquellen erschließen und Waren importieren? Als Servicebüro für Außenhandelslogistik unterstützen wir Sie gerne bei den daraus entstehenden Importanmeldungen. Sprechen Sie uns zu Ihrem Importvorhaben an: Zur Kontaktaufnahme.

 

Quelle: Import Promotion Desk